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Im 12. Jahrhundert wurden sog. Stadthäuser als
Vorläufer der Rathäuser gegründet, aber erst mit Beginn des 13.
Jahrhundert wurde der Bau von Rathäusern üblich . Sie dienten
zunächst verschiedenen Zwecken, so befanden sich im Dortmunder Rathaus ein
Weinkeller (ein Vorläufer der im 15. Jahrhundert üblichen Ratskeller
oder Rathausstuben), im Erdgeschoß eine Tuchhalle und das Gericht, im
Obergeschoß der Ratssaal, in welchem auch die offiziellen Feste gefeiert
wurden. Manchmal übernahm der städtische Rat zunächst das
Amtsgebäude des Ministerialen oder man setzte einfach ein Stockwerk auf das
Kaufhaus. Als Symbol bürgerlicher Freiheit aber wurde das Rathaus bald zu
einem Prunkbau ausgestaltet, den man innen wie außen entsprechend
ausschmückte. Hier waren das Stadtwappen und die Eichmaße angebracht,
über die der Rat der Stadt die Aufsicht führte. Frauen durften das
Rathaus nicht betreten. Um den Markt herum standen die Häuser der reichen
Bürger und/oder die Häuser der Gilden bzw. Zünfte, sowie die
Badehäuser und Herbergen, die Stände der Wechsler , das Gericht (wenn
es nicht im Rathaus integriert war), die Münze und die Marktwaage, die
entweder vor dem Gericht oder dem Rathaus stand.
Das Aussehen der Häuser und der Märkte, sowie
deren Anordnungen waren in den einzelnen Regionen verschieden, doch setzte sich
im Hochmittelalter die rechteckige Marktplatzform durch. Davor gab es, wie in
Nürnberg dreieckige Marktplätze. Außerdem gab es einfache
Straßenmärkte, welche einfach an einer Verbreiterung der
Hauptstraße abgehalten wurde. An solchen Straßenmärkten
gründeten sich manchmal kleine Städte. Wenn eine Stadt stark gewachsen
war, reichte oftmals der Hauptmarkt nicht aus und es wurden Einzelmärkte
gegründet (siehe Entstehungsgeschichte), an denen Lagerhäuser und
kleinere Kirchen standen.
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