|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
| ISBN: 3406535992 ISBN: 3406535992 ISBN: 3406535992 ISBN: 3406535992 | |||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Vornehmlich im Küstenbereich, aber auch im
Binnenland entwickelten sich Wiken (Schleswig, Heilwig). “Wik”
bedeutete ursprünglich Dorf. Die frühmittelalterlichen Wiken waren in
erster Linie Handelsplätze, die dem Fernhandel dienten und zu deren
bestimmendem Merkmal der Hafen wurde. Sie waren aber nicht nur bloße
Umschlagplätze, sondern bestanden auch aus festen Siedlungen mit einer
seßhaften , nicht ausschließlich kaufmännischen
Bevölkerung, die vom König geschützt und mit Privilegien
ausgestattet wurden. In den Wiken hatten die umherziehenden Kaufleute ihre
Wohnsitze. Fremde Kaufleute konnten sich verproviantieren. Im Westen
hießen sie “portus” (Hafen) oder auch “Emporium” .
Mit dem Aufstieg der Städte, im 9. und 10. Jahrhundert entstand eine neue
Wirtschaftsform, es bildete sich die Arbeitsteilung zwischen Stadt und Land
heraus, die für die weitere Entwicklung der europäischen Stadtkultur
von größter Bedeutung war. Durch diese Arbeitsteilung wurden die
Städte wieder als Produktionsstätte interessant. Die Märkte
wurden bald das pulsierende Herz einer Stadt und waren für den Reichtum,
sowie die Entwicklung verantwortlich. Die Marktsiedlungen erhielten ein
Marktrecht, Zollrechte und Münzstätte. Der König und die
großen Grundherren, besonders die vom König dafür privilegierten
Stifte und Klöster, richteten immer mehr Märkte ein, so dass das Netz
der Marktorte ständig dichter wurde. Märkte waren also die
Voraussetzung für eine Stadtgründung. Die Handelsplätze und
Marktsiedlungen des frühen Mittelalters im ostfränkisch-deutschen
Bereich fügten sich organisch in ihre Umgebung und in das damalige
Handelsstraßennetz ein. Da der Zustand der Landwege damals sehr schlecht
war, hatte die Schifffahrt für den Handel große Bedeutung. So ist es
kein Zufall, dass im Frühmittelalter die großen Ströme, der
Rhein, die Donau, die Elbe, die wichtigsten Handelsstraßen waren, und dass
aus den Friesen, einem seefahrenden Stamm, auch Händler hervorgingen, die
neben den Fernkaufleuten aus der Levante, Italien, Spanien zu den aktivsten
Händlern jener Zeit gehörten. Aber nicht nur die großen
Ströme, auch Flüsse wie Mosel, Neckar, Weser und Saale wurden als
Schiffswege für Handelszwecke genutzt, und da für die
Ost-West-Verbindung vom Rhein zur Elbe keine großen Wasserstraßen
zur Verfügung standen, dienten auch der Main sowie die Ruhr, Diemel, Oker,
und Aller der Schifffahrt. Für den Transport zu Lande standen nur die zu
Zeiten Karl des Großen entstandenen Heerstraßen zur Verfügung,
deren Zahl den Bedürfnissen des Handels keineswegs ausreichte. Am
wichtigsten waren die Handelsstraßen von der alten Römerstadt
Köln quer durch Westfalen zu dem Erzbischofssitz Bremen sowie zu dem
Handelsplatz Bardowiek im unteren Elbgebiet, ferner von Köln nach Mainz,
u.a. die Klöster Corvey und Gandersheim, bzw. Fulda berührend, nach
dem Harzgebiet und den Umschlag- und Stapelplätzen für die
Slawengebiete, vor allem Magdeburg und Erfurt. Die neuen Siedlungen oder
Marktorte lagen in erster Linie an den Knotenpunkten von Handelsstraßen
und an günstigen See- und Flußhäfen. Fast sämtliche Wiken
und Emporien lehnten sich an befestigte Plätze, Burgen, Klöster und
ehemaligen Römerstädte an. Der Grund hierfür war sicherlich auch
das Schutzbedürfnis der Kaufmannssiedlungen, in erster Linie jedoch die
Tatsache, dass viele Feudalsitze Sammelpunkt größerer
Überschüsse und deshalb lohnender Anziehungspunkt für den Handel
waren. Besondere Bedeutung kam den Sitzen geistlicher Feudalherren zu.
Höhepunkte im Handelsverkehr waren die Jahrmärkte, die meist an
allgemeinen (Ostern, Pfingsten) oder lokalen (St. Gallus, St. Michaelis, St.
Hubertus, u.ä.) kirchlichen Feiertagen lagen und gewöhnlich mehrere
Tage andauerten. Sie waren Hauptanziehungspunkte für Händler von nah
und fern.
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| |<< First < Previous Index Next > Last >>| | |||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Back to the topic site: StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft External Links to this site are permitted without prior consent. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Home | deutsch | Set bookmark | Send a friend a link | Copyright © | Impressum | |||||||||||||||||||||||||||||||||